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Hier gibt es Neuigkeiten rund um unsere Veranstaltungen und Aktivitäten

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Martinsmarkt lockte Hunderte Besucher ins „Haus am Konradsberg“

 Ein Tag der Begegnung und des Kennenlernens einer besonderen Einrichtung für besondere Menschen – dies sollte der Martinsmarkt im und am „Haus Am Konradsberg“ der HBW Haus für Menschen mit Behinderung Wiehl GmbH werden. „Mit unserem Markt wollen wir Menschen, die sonst keine Anknüpfungspunkte zu einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung haben, in unser Haus locken“, erklärte HBW-Mitarbeiterin Anke Wolff-Hage im Vorfeld. Und ein Tag der Begegnung wurde der Martinsmarkt am Sonntag, 10. November. Denn nicht nur aus den anderen Wohnhäusern des HBW strömten die Besucher herbei, auch Hunderte Interessierte aus Wiehl und der Umgebung folgten der Einladung der Bewohner und Mitarbeiter des Hauses und ließen sich mit ihnen gemeinsam auf die nahende Adventszeit einstimmen.

Waffelgeruch in der Luft, Gelächter und Gesang, ein breites Angebot an Kunst und Handwerk und über allem die strahlende Sonne an einem wolkenlosen Himmel. Für ihre monatelangen Vorbereitungen wurden die Veranstalter mit vielen gut gelaunten Gästen und bestem Herbstwetter belohnt. Auch Wiehls Bürgermeister Ulrich Stücker stattete dem „Haus Am Konradsberg“ einen Besuch ab und sprach Grußworte zur Eröffnung. Zahlreiche Stände mit Kunst, Handwerk und allerlei Weihnachtlichem sowie ein breites kulinarisches Angebot luden anschließend zum Verweilen ein. Der Frauenchor Oberbantenberg trug mit einem Auftritt zum Gelingen des Marktes bei, die Wiehler Feuerwehr zeigte einen Einsatzwagen und ein Gaukler begeisterte mit seinen Possen nicht nur die kleinen Gäste.


Zu einer ganz besonderen Veranstaltung machten den Markt aber vor allem die Bewohner des HBW: Der hauseigene Chor sang zur Eröffnung, das inklusive und von der Wiehler Sozailstiftung geförderte Tanzensemble „ARTsider“ unter der Leitung von Hiltrud Grübling entführte die Gäste ins heiße Andalusien und sorgte mit seiner Zugabe, bei der die Bewohner des Hauses mit auf die Bühne geholt wurden, für Begeisterung bei den Zuschauern. Und auch die von den Bewohnern selbst gebastelten Dekoartikel fanden reißenden Absatz. „Man spürt, mit wie viel Liebe der Markt vorbereitet wurde und auch das Wohnhaus mit seinem Garten strahlt so viel Geborgenheit und Wärme aus“, beschrieb eine Besucherin die besondere Atmosphäre der Veranstaltung. Diese wurde noch mal besonders greifbar, als sich bei Einbruch der Dunkelheit Menschen mit und ohne Behinderung am Feuer versammelten, um gemeinsam Martinslieder zu singen.

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Umweltassistenten ermöglichten Naturerlebnis mit allen Sinnen

Seit 2013 unterstützen Menschen mit Behinderung Veranstaltungen der Biologischen Station und der Bergischen Agentur für Kulturlandschaft – Beim „Apfeltag“ zeigten sie nun anderen Menschen mit Behinderung, wie man aus Äpfeln leckeren Saft presst.

Wie kommt der Saft aus dem Apfel? Um dieser spannenden Frage auf den Grund zu gehen, statteten Bewohner des Hauses für Menschen mit Behinderung in Wiehl (HBW) dem Landschaftshaus, dem Bildungsraum der Biologischen Station Oberberg in Nümbrecht, kürzlich einen Besuch ab. Einmal im Monat veranstaltet die Bergische Agentur für Kulturlandschaft (BAK) eine solche naturkundliche Exkursion für die Menschen im Rentenalter, die im Wiehler Haus für Menschen mit Behinderung leben – und jede Veranstaltung ist für die Menschen mit einer geistigen Behinderung ein Highlight. Voll freudiger Erwartung waren aber diesmal nicht nur die Besucher, sondern auch die, die die Veranstaltung durchführten.

Franziska, Stephanus, Timo, Christopher, Michael, Frederic und Ramona arbeiten eigentlich in den Behinderten Werkstätten Oberberg (BWO). Im Rahmen einer Kooperation zwischen der BAK und der BWO haben sie sich zusätzlich zu Umweltassistenten qualifizieren lassen und hatten am „Apfeltag“ nun einmal mehr die Gelegenheit, ihr Wissen über Natur und Umwelt weiterzugeben und für andere erlebbar zu machen. Mit den Besuchern der heutigen Veranstaltung leben die Umweltassistenten in den Wohnhäusern des HBW teils Tür an Tür – Berührungsängste gab es darum keine, stattdessen eine lockere und aufgeschlossene Atmosphäre von Anfang an. Ganz ohne Aufregung und Scheu erklärte Umweltassistent Michael also erst mal, was eine Streuobstwiese eigentlich ist und auch die Antworten auf seine Frage, welche Bäume hier wachsen, ließen nicht lange auf sich warten.

Unterstützt von Manuela Thomas von der BAK präsentierten die Umweltassistenten so viel Wissenswertes rund um den Lebensraum Streuobstwiese, bevor es zum praktischen Teil des Tages ging: die Verarbeitung des Apfels zum Saft. Auch beim Zerkleinern und Pressen der Äpfel standen die Umweltassistenten ihren Besuchern mit Rat und Tat zur Seite, sodass schließlich alle mit einem Glas frischgepresstem Saft auf die heimischen Streuobstwiesen anstoßen konnten.

Seit 2013 unterstützen Menschen mit Behinderung, die in der BWO einer Beschäftigung nachgehen und teils im HBW wohnen, die Umweltbildung der BAK. Neun Umweltassistenten wurden bislang qualifiziert und sind somit in der Lage, mit geringer Unterstützung anderen Menschen mit Behinderung naturkundliche Themen näher zu bringen. Dieses inklusive Projekt wurde 2016 mit dem Deutschen Waldpädagogikpreis von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald ausgezeichnet. „Die Umweltassistenten sind bei diesen Veranstaltungen immer mit großem Engagement dabei und es bereitet ihnen große Freude, ihr Wissen über die Natur mit anderen Menschen zu teilen. Sie sind zu Recht stolz auf das, was sie tun“, lobte Manuela Thomas das Team der Umweltassistenten am Ende der Veranstaltung, die allen Beteiligten einmal mehr großen Spaß bereitet hat.

Mehr als schöne Landschaftsbilder

Ab sofort bietet der „Verein zur Förderung und Betreuung behinderter Kinder Oberbergischer Kreis e.V.“ wieder den beliebten Fotokalender „Oberbergisches Land“ an. Mit einem Kauf des Kalenders aus dem Hause Gronenberg holt man sich nicht nur beeindruckende Bilder der oberbergischen Landschaft nach Hause, sondern unterstützt auch die Arbeit des Vereins. Dessen Gründung geht zurück auf die Initiative von Eltern, die in den 1960er Jahren nicht die Strukturen für ihre Kinder mit Behinderung vorfanden, die sie sich für sie wünschten. So gab es damals noch keine Schulpflicht für junge Menschen mit Handicap. Damit ihre Kinder trotzdem etwas lernen konnten, gründeten die Eltern den Verein und in dessen Trägerschaft eine Tagesförderstätte in Derschlag.

Der Schule entwachsen, kamen die Fragen auf, wo die jungen Menschen leben und arbeiten sollten. Als Antwort darauf folgte 1972 die Gründung der BWO Behinderten Werkstätten Oberberg GmbH und im Jahr 1975 die Gründung der Haus für Menschen mit Behinderung Wiehl GmbH. Heute beschäftigt die BWO an ihren drei Standorten weit über 700 Menschen mit Beeinträchtigung. Die Mitarbeiter des HBW betreuen im Oberbergischen 118 Menschen stationär und rund 90 Menschen ambulant. Der FamilienUnterstützende Dienst und das touristische Angebot Viel-Falter-Reisen bieten Betreuungs- Freizeit- und Urlaubsleistungen für Familien und Angehörige von Menschen mit Beeinträchtigung und befinden sich ebenso in Trägerschaft des Vereins, wie das Haus früher Hilfen in Oberbantenberg. Geben Kinder vom Zeitpunkt der Geburt bis zur Einschulung Anlass zur Sorge, erhalten Eltern hier kostenlose Beratung und finden in dem multiprofessionellen Team der interdisziplinären Frühförder- und Beratungsstelle wertvolle Hilfe.

Mit dem Kauf eines Kalenders oder/und einer Spende kann diese vielfältige Arbeit für Menschen mit Beeinträchtigung und ihre Familien unterstützt werden. Der Kalender kostet pro Stück 7,50 € und kann per E-Mail an fjansen@verein-wiehl.de bestellt werden oder an den folgenden Verkaufsstandorten erworben werden:

Verwaltung BWO/HBW, Fritz-Kotz-Str. 4, 51674 Wiehl-Bomig, Montag bis Freitag: 8:30 bis 12:30 Uhr, Donnerstag:14 bis 16 Uhr.

BWO Faulmert, Druckerei, Faulmerter Str. 21, 51674 Wiehl-Faulmert, Montag bis Freitag: 9 bis 11 Uhr und 13 bis 14:30 Uhr

BWO Bomig, Wäscherei, Am Verkehrskreuz 16, 51674 Wiehl-Bomig, Montag bis Freitag: 7:45 bis 15:30 Uhr.

BWO Lichtenberg, Anmeldung, Industriestr. 10, 51597 Morsbach-Lichtenberg, Montag bis Freitag: 9 bis 10 Uhr und 14 bis 14:30 Uhr.

Sozialpolitisches Forum „Gutes Wohnen für alle“ am 29.10.2019 um 18 Uhr

 Bezahlbaren Wohnraum zu finden ist zu einem gesamtgesellschaftlichen Problem geworden, auch im Oberbergischen. Gemeinsam mit dem Caritasverband greift der Paritätische NRW das Thema auf und lädt zum sozialpolitischem Forum „Gutes Wohnen für alle“. Träger aus der Praxis, darunter die HBW Haus für Menschen mit Behinderung GmbH, stellen die Bedeutung des Themas für ihre Arbeit heraus, Politiker aus der Region stehen Rede und Antwort. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 29. Oktober 2019, um 18 Uhr in BWO Behinderten Werkstätten Oberberg in Wiehl-Faulmert (Faulmerter Str. 21) statt. Um Anmeldung wird gebeten, weitere Informationen gibt es hier. 

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