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Wenn aus einer Idee Tanz wird

 Die Musik setzt ein und da ist nur noch Freude. So beschreibt Tanzpädagogin Hiltrud Grübling das Tanzensemble ARTsider, in dem Handicaps ebenso wenig eine Rolle spielen wie perfekt ausgeführte Schritte oder eine möglichst perfekte Körperbeherrschung. Vielmehr geht es darum, sich selbst in der Bewegung zu entdecken. „Ihr seid Palmen, die sich sachte in einer Meeresbrise wiegen“, lautet beispielsweise so eine Bewegungsaufgabe. Und sobald die passende Musik erschallt, setzen die Tänzer die Aufgabe um. Jeder, so wie er kann, aber immer mit viel Freude und Begeisterung.

Seit Januar 2019 trifft sich das Ensemble jeden Mittwochabend im Begegnungszentrum Gähnfeld in Wiehl-Oberbantenberg. Grübling, die in Brüchermühle das Tanzstudio „euMotions“ leitet, gründete die Gruppe in Kooperation mit der HBW Haus für Menschen mit Behinderung GmbH. Seit 2011 arbeitet sie mit dem Wohnanbieter der Eingliederungshilfe für erwachsene Menschen mit Behinderung zusammen und bietet Tanzkurse für Menschen mit einer geistigen Behinderung an. Die ARTsider sind das erste inklusive Angebot innerhalb dieser Kooperation und somit nicht nur offen für die Klienten des HBW, sondern für alle Interessierten. „Wir sind ein fähigkeitsgemischtes und generationenübergreifendes Tanzprojekt, in dem man aufeinander Rücksicht nimmt und sich gegenseitig inspiriert“, beschreibt Grübling die Gruppe.
 
Die Tanzpädagogin erzählt Geschichten, lässt Bilder in den Köpfen entstehen und so kommen die Bewegungen oft wie von selbst. Sich mit dem Körper ausdrücken und unbefangen Lust an Bewegung zu genießen, steht dabei im Mittelpunkt. Erst in zweiter Linie geht es um das Einstudieren von Bewegungsformationen. „Nichtsdestotrotz hat das Ensemble in der Zeit seines Bestehens eine enorme Entwicklung durchgemacht. Die Teilnehmer mit und ohne Handicap bereichern sich gegenseitig, sind einander Vorbild und geben sich gegenseitig Impulse“, ist sie überzeugt. Immer wieder wird das so Erlernte auch auf der Bühne präsentiert, zum Beispiel im Rahmenprogramm der „Oberbergischen Ausfahrt“ im Juli, einer Gespannfahrt für Menschen mit Behinderung.Das derzeit 14-köpfige Ensemble freut sich über Verstärkung. 

Bei den ARTsidern richtig sind die Menschen, die kein schweißtreibendes Tanztraining suchen, bei dem feste Schrittfolgen einstudiert werden, sondern die Interesse an Körpererfahrung und Lust an Interaktion und Kommunikation mitbringen. Wie fit oder beweglich jemand ist, spielt bei den ARTsidern keine Rolle. Somit eignet sich die Teilnahme auch für Senioren. Interessierte erhalten mehr Informationen bei Hiltrud Grübling unter Tel.: 02296/900 33 76 oder kommen zu einer Schnupperstunde ins Begegnungszentrum Gähnfeld (im Gähnfeld 4, Wiehl). Trainiert wird mittwochs von 18 bis 19 Uhr. Das Projekt wird durch die Wiehler Sozialstiftung gefördert.
 

Dem Kripo-Beamten über die Schulter geschaut

Gummersbach/Wiehl – Mitarbeiter und Bewohner des HBW Haus für Menschen mit Behinderung Wiehl bringen gemeinsam eine inklusive Zeitung heraus – Gestern lud die Polizei die Reporter zu einem Besuch der neuen Wache ein und ließ damit manche Kindheitsträume wahr werden.

„Wie bei Sherlock Holmes!“ Staunend schauen die Redakteure der Zeitung „Moment mal“ Ralf Liesenthal von der Spurensicherung der Oberbergischen Kreispolizeibehörde über die Schulter, als er ein schwarzes Pulver auf eine weiße Tischplatte pinselt und so einen Handabdruck sichtbar macht. Und das ist nicht das einzige, dass die Reporter der HBW Haus für Menschen mit Behinderung GmbH zum Staunen brachte, als sie gestern die Polizeiwache in Gummersbach besuchten. Wer hätte schon gedacht, dass ein Ohrabdruck genauso einzigartig ist wie der eines Fingers oder es eine Gewahrsamszelle für gleich acht Personen gibt?


„Moment mal – Die HBW Reporter Zeitung“ ist die inklusive Zeitung des HBW. Das Redaktionsteam setzt sich aus Mitarbeitern, Bewohnern und Klienten zusammen, die viermal im Jahr eine Ausgabe ihres Blattes herausbringen. Als Wohnanbieter der Eingliederungshilfe für erwachsene Menschen mit Behinderung betreibt das HBW acht Wohnhäuser und betreut rund 118 Menschen ambulant. Im Rahmen der Rubrik „Reporter unterwegs“ macht sich das Zeitungs-Team auch immer wieder auf die Suche nach interessanten Geschichten außerhalb des HBW. Ein lang gehegter Wunsch der Reporter war es dabei, einmal die neue Wache auf dem Steinmüllergelände zu besuchen und die Arbeit der Polizei aus der Nähe kennenzulernen.

Als Monika Treutler von der Presseabteilung der Polizei von diesem Wunsch erfuhr, lud sie die Reporter im Namen der gesamten Behörde sofort ein. Gemeinsam mit ihren Kollegen hatte sie eine rund zweistündige Tour für das inklusive Zeitungs-Team vorbereitet, auf der es viel zum Entdecken und zum Staunen gab. Der wachhabende Polizeioberkommissar Daniel Engelberth führte die Besucher durch den Gewahrsamstrakt, ein Besuch in der Ausnüchterungszelle und Probeliegen in der Einzelzelle waren dabei inklusive. Auch wie es sich anfühlt, Handschellen angelegt zu bekommen, erfuhren die Reporter. Achim Engel vom Unfallaufnahmeteam ließ die Besucher im Polizeiauto Probesitzen und erfüllte damit manchem einen Traum aus Kindheitstagen.

Walter Streinbrech von der Kriminalpolizei erklärte die Aufgaben der Kripo und wie man sich selbst und sein Zuhause vor Dieben schützt. In der Leitstelle konnten die Besucher hautnah miterleben, wie Notrufe von der Polizei angenommen und Einsätze in Gang gesetzt werden. Ralf Liesenthal von der Spurensicherung und dem Erkennungsdienst demonstrierte, wie Spuren am Tatort sichtbar gemacht und sichergestellt werden können. Dabei nahmen sich alle Beamten die Zeit, die mitgebrachten Fragen der Reporter zu beantworten, sodass diese mit viel Stoff für eine Polizei-Reportage nach Hause gingen. Für ihre Gastfreundschaft, Zeit und Mühe dankte das Zeitungs-Team Treutler und ihren Kollegen mit einem dicken Applaus und verließ die Polizeiwache schließlich nicht nur mit kleinen Präsenten und einer persönlichen Einladung zum Tag der offenen Tür der Polizei, sondern auch mit vielen unvergesslichen Erinnerungen.

Die Reporter des HBW freuen sich immer über Stoff für eine Reportage. Firmen, Vereine, Institutionen und Privatpersonen (die beispielsweise ein ungewöhnliches Hobby haben), die dem inklusiven Zeitungsteam einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen wollen, melden sich per Mail an hbw-gaehnfeld@t-online.de.

Wiehl vernetzt! lädt ein

DIE HBW GmbH ist Mitglied beim Bündnis "Wiehl vernetzt!" Dieses lädt am Mittwoch, 30. Oktober 2019, zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Hilflos im Krankenhaus?“ ein. Diese findet ab 18 Uhr im Clubraum des Johanniter Hauses, Homburger Str. 7 in Wiehl, statt. Weitere Informationen gibt es hier.

 

Programm:

17.30 Uhr Einlass

18.00 Uhr Beginn

18.00 Uhr Begrüßung, Vorstellung „Wiehl vernetzt“

& Moderation

Frank Schäfer, Leiter der Tagespflege Wiehl

18.10 Uhr Sketch „Sparmaßnahme im

Krankenhaus“, Diakonie Wiehl

18.20 Uhr Vorstellung erlebter Beispiele

Elke Bergmann, Stadt Wiehl

18.35 Uhr „Neues Konzept Aufnahmeverfahren

in der Psychiatrie“

Dr. Johannes Michael Albers, Chefarzt

der Klinik für Allgemein- und Gerontopsychiatrie

Krankenhaus Gummersbach

19.05 Uhr „Beispiele aus der Praxis“

Renate Bickenbach, Vorsitzende

Patientenfürsprecherin Kliniken Oberberg

 

Mitglieder:

HBW, Wiehl

Wiehl Apotheke

Stadt Wiehl / OASe

PD Cornelia Kumm, Wiehl

PD Diakoniestation, Wiehl

AWO Seniorenzentrum, Wiehl

Seniorenzentrum Bethel, Wiehl

Betreuungsbüro Groß & Mehler

Ambulanter Pflegedienst Sandra Zeiske

Hauskrankenpflege Uwe Söhnchen, Wiehl

Malteser Hospizdienst, Wiehl/Nümbrecht

Malteser Trauerzentrum Oberberg, Wiehl

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Regionalverband Rhein.-/Oberberg

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Siebert, Oberbergischer Kreis

Adventliches Basteln im Sonnenschein

 Wiehl – In der Tagesbetreuung für Rentner im Wohnhaus „Am Konradsberg“ stand heute ein besonderes Kreativangebot auf dem Programm.

Der Sommer ist noch nicht zu Ende, da wurde es schon richtig „adventlich-gemütlich“ in der Gartenhütte des Wohnhauses „Am Konradsberg“. Denn beim heutigen Bastelangebot der Tagesbetreuung für Rentner entstanden Engel, Kerzenständer, Sterne und allerlei weitere weihnachtliche Deko, die auf dem hauseigenen Martinsmarkt am 10. November verkauft werden soll. Gebastelt wurde unter Anleitung der Goldschmiede-Meisterin Michaela Merz aus Wiehl mit einem eher ungewöhnlichen Material: Beton. „Da denkt man natürlich erst mal an eine Baustelle, aber mit Zementmörtel bzw. Beton kann man auch ganz toll basteln“, so Merz.


Der Meinung waren auch die Bewohner des Hauses „Am Konradsberg“, die das Material fleißig in Formen füllten. „Das macht Spaß“, waren sich die Teilnehmer einig und freuten sich umso mehr, als Michaela Merz ankündigte, in der nächsten Woche wieder zu kommen. Dann werden die Betonobjekte verziert mithilfe mit Hilfe von Farben, Bändern und mehr entstehen kleine Kunstwerke. Wer die fertigen Ergebnisse sehen möchte, kann sich den 10. November im Kalender vormerken und den Martinsmarkt „Am Konradsberg“ einen Besuch abstatten.
 

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