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Hier gibt es Neuigkeiten rund um unsere Veranstaltungen und Aktivitäten

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ARTsider forderten zum Tanz auf – und die AggerEnergie tanzte gerne mit

Seit 13 Jahren verzichtet die AggerEnergie auf Weihnachtsgeschenke und spendet stattdessen an wohltätige Institutionen. Die Mitarbeiter können Vorschläge abgeben, welche Institution mit einer Weihnachtsspende bedacht werden soll, die Öffentlichkeit stimmt dann ab, wer die Spende tatsächlich erhält. In diesem Jahr gehörte die HBW Haus für Menschen mit Behinderung Wiehl GmbH zu den glücklichen Empfängern. Sie wird die willkommene Finanzspritze in Höhe von 1.500 € in neue Bühnen-Outfits für das inklusive Tanzensemble ARTsider sowie Karnevalskostüme für die Bewohner des Wohnhauses „Haus am Park“ investieren. Diese werden gemeinsam mit den kleinen Besuchern der Kita „Alter Gutshof“ als inklusive und generationenübergreifende Fußgruppe am Waldbröler Karnevalsumzug teilnehmen. Auch Kamelle, die die HBW-Bewohner und Kita-Kinder während des jecken Treibens regnen lassen werden, konnten dank der Spende angeschafft werden.

Die offizielle Spendenübergabe in der Verwaltung der AggerEnergie gab nun die Gelegenheit, „Danke“ zu sagen. Und diese Gelegenheit nutzten nicht nur HBW-Leiter Andreas Lamsfuß und Bernhard Pohl, Leiter des „Hauses am Park“, sondern auch die ARTsider – und zwar auf ihre ganz eigene Art. Sie verwandelten das Foyer der AggerEnergie kurzerhand in eine Bühne und gaben gleich mehrere Tänze zum Besten. Mit der ersten Darbietung entführten sie ihre Zuschauer ins heiße Andalusien, mit dem zweiten Tanz in die Jazz-Szene des Amerikas der 1930er Jahre. Zum Finale holten sie sich die Vertreter der AggerEnergie, unter anderem Geschäftsführer Frank Röttger, kurzerhand auf die „Bühne“ und tanzten mit ihnen gemeinsam das Inklusions-Tanzstück „Grenzen überwinden“. Das hatte es in der 13-jährigen Gesichte der AggerEnergie-Weihnachtsspende so auch noch nicht gegeben (Fotos 1 bis 4: privat; Fotos 4 bis 8: AggerEnergie, Peter Lenz).

Die „Teestube“ lädt ein

Auch in diesem Jahr öffnet der Freizeitreff „Teestube“ zweimal pro Woche seine Türen für alle Menschen mit Behinderung aus der Region. Die „Teestube“ ist ein Angebot des Vereins zur Förderung und Betreuung behinderter Kinder Oberbergischer Kreis und besteht bereits seit rund 30 Jahren. Ziel ist es, Menschen mit Beeinträchtigung ein lockeres Zusammenkommen jenseits von Wohnhaus oder Werkstatt zu ermöglichen. Betreut werden die Besucher dabei von einem vierköpfigen Fachteam.

In der „Teestube“ ist immer etwas los: Es wird gemeinsam gekocht, gebastelt, gekegelt, gegickert, Musik gehört, Filmabende veranstaltet und natürlich ganz viel miteinander geredet. „Wir Mitarbeiter sind Betreuer, Mitspieler und Zuhörer in einem“, erklärt Heilerziehungspfleger Julian Sievers, dass es in der Teestube um ein buntes Miteinander geht, aber auf Wunsch auch Raum für persönliche Gespräche geschaffen wird. Auch zu Abend gegessen wird in der Teestube gemeinsam, die Besucher werden in die Vorbereitung der Mahlzeiten auf Wunsch mit einbezogen. Und natürlich wird auch zusammen gefeiert. Dazu bieten das jährliche Sommer- und Weihnachtsfest Gelegenheit.

In der Teestube ist jeder willkommen! Sie hat dienstags und donnerstags von 17 bis 19 Uhr im Begegnungszentrum Gähnfeld (Im Gähnfeld, Wiehl-Oberbantenberg) geöffnet. Mitarbeiter und Besucher der Teestube freuen sich immer über neue Gesichter!

Bewegt älter werden

 Bewegt älter werden - DER FILM
Wie können wir mit unterschiedlichen Bewegungseinschränkungen tanzen und trotz zunehmenden Alters weiterhin beweglich bleiben?
 Das konnten Bewohner/-innen im Haus am Konradsberg als Teilnehmer/innen des Tanzprojekts "Bewegt älter werden" unter Leitung der Tanzpädagogin Hiltrud Grübling am eigenen Körper erfahren. Der Film zeigt Ausschnitte einer Tanzstunde. 

Musik ohne Grenzen: HBW-Bewohner werden zu Harfen-Spielern

Sobald sich aus den ersten Tönen eine Melodie erkennen lässt, stimmen alle mit ein. „Kein schöner Land“ oder „Winter ade“ schallt dann durch die Tagbetreuung im „Haus Am Konradsberg“ der HBW Haus für Menschen mit Behinderung GmbH. Hier leben 36 Menschen mit einer geistigen Behinderung. Viele von ihnen haben bereits das Rentenalter erreicht und besuchen tagsüber die hauseigene Rentnerbetreuung. Hier spielt Musik eine riesige Rolle: es wird gesungen, Musik gehört oder Schlager-Memory gespielt. Und auch wenn die jüngeren Bewohner am Nachmittag von ihrer Arbeit kommen, geht es im Haus Wohnhaus „Am Konradsberg“ weiter musikalisch zu, zum Beispiel, wenn sich der hauseigene Chor zur Probe trifft.

Als Jens Kämper, Geschäftsführer der HBW GmbH, das erste Mal eine Veeh-Harfe sah, dachte er darum sofort an die Bewohner des „Hauses Am Konradsberg“. Das Besondere an diesem Instrument ist, dass es von jedem gespielt werden kann – ohne Notenkenntnisse und jahrelangen Musikunterricht. Die Veeh-Harfe entwickelte der Landwirt Hermann Veeh Ende der 1980er Jahre für seinen mit Trisomie 21 geborenen Sohn. Dieser liebte Musik, war aber nicht in der Lage, selber ein Instrument zu spielen. So entwickelte der Vater ein Instrument mit eigener, vereinfachter Notenschrift – einfach in der Handhabung und schnell zu erlernen.

Dank der Bürgerstiftung Wiehler Kulturgüter haben nun auch die Bewohner „Am Konradsberg“ die Möglichkeit, selber ein Instrument zu spielen. Sie förderte die Anschaffung einer Veeh-Harfe inklusive Zubehör und Unterricht zu 100 Prozent. Nun besuchten Angelika Stückemann, Geschäftsführerin der Stiftung, und Wiehls Bürgermeister Ulrich Stücker in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender der Stiftung das Haus, um sich selbst ein Bild vom Einsatz des Instruments zu machen. Die Stiftung unterstützt Projekte aus den Bereichen Kultur- und Denkmalpflege sowie Heimatpflege und Heimatkunde. Und zur Kulturpflege gehört natürlich die Förderung von Musik. „Dieses Projekt ist bei uns auf offene Türen gestoßen, da es Menschen die Möglichkeit gibt, selber zu musizieren“, erklärte Angelika Stückemann. Für die schnelle und unkomplizierte Förderung der Stiftung dankten neben Geschäftsführer Jens Kämper auch Andreas Lamsfuß, Gesamtleiter des HBW, und Petra Kaufmann, Bereichsleitung des „Hauses Am Konradsberg“.

Sie schloss in ihren Dank auch ausdrücklich ihre Kolleginnen Kristin Soest und Laura Isenhardt mit ein. Sie werden von der Wiehler Veeh-Harfen-Dozentin Silvia Lenzing darin geschult, das Instrument zu stimmen und die Bewohner im Spiel mit der Harfe anzuleiten. „Man kann die tollsten Sachen anschaffen, wenn es keine Menschen gibt, die das Projekt durchführen“, dankte Petra Kaufmann den beiden HBW-Mitarbeiterinnen. Auch diesen Unterricht finanziert die Stiftung. Anlässlich des Besuchs der Stiftungs-Vertreter stellte aber zunächst einmal Dozentin Silvia Lenzing das Instrument vor und lud dazu ein, es auszuprobieren. Das ließ sich Bürgermeister Stücker nicht zweimal sagen und versuchte sich an der Harfe – und dies auf Anhieb mit Erfolg. Und sobald aus den ersten Tönen eine Melodie erkennbar wurde, sangen wieder alle mit. „Es ist schön zu sehen, für welche Freude wir hier sorgen können“, zeigte sich Stücker von dem Projekt überzeugt.

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