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Hier gibt es Neuigkeiten rund um unsere Veranstaltungen und Aktivitäten

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Berlin, du bist so wunderbar, Berlin ...

30 Jahre Mauerfall – ein Grund mehr noch einmal nach Berlin zu fahren. Fünf Tage waren wir, eine „Männertruppe“ des HBW, in der Bundeshauptstadt unterwegs. Wir hatten viel Kultur, Spaß und natürlich leckere Berliner Currywurst.

„Waldarbeiter“ mit einem PS beeindruckte die Zuschauer

"Das soll mir jetzt mal jemand mit einem Trecker nachmachen!“, sagt Frank Brinkmann von den Kaltblutfreunden Westerwald – Team Brinkmann und recht hatte er. Das fanden auch die Zuschauer und klatschten begeistert. Gemeinsam mit seinem Team und dem Rheinisch-Deutschen Kaltblut Meta besuchte Brinkmann heute das „Haus Am Konradsberg“ der HBW Haus für Menschen mit Behinderung Wiehl GmbH. Hier zeigte der rheinland-pfälzische Meister im Holzrücken mit dem Pferd, was Stute Meta alles kann. Und weil das wirklich sehenswert ist, luden die Bewohner des Hauses Am Konradsberg auch andere Besucher zu dieser beeindruckenden Vorführung ein. Rund 100 Zuschauer, darunter Bewohner der anderen HBW-Häuser, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter, Schüler der Helen-Keller-Schule und Angehörige der OASe Wiehl, erlebten so den 2. Holzrücke-Tag am Haus Am Konradsberg mit.


Dieser fand während der diesjährigen Forstwoche des Hauses statt, in deren Rahmen die „Rollende Waldschule“ der Kreisjägerschaft Oberberg ebenfalls am gestrigen Donnerstag zu Gast war. Anhand von Tierpräparaten wurde dabei allerlei Wissenswertes über die Bewohner des Waldes vermittelt. Heute stand dann das Arbeiten im Wald thematisch im Mittelpunkt und das dies auch bodenschonend, ganz ohne Abgase und schwere Motoren möglich ist, zeigte Brinkmann mit seinem Team. Stute Meta punktete dabei nicht nur durch ihren Arbeitseifer, sondern auch durch ihre Ruhe und Geduld. So war nicht nur zuschauen erlaubt, sondern auch streicheln und anfassen. Dasselbe galt für die beiden Minishetlandponys Zeus und Mike, die die Tochter einer Mitarbeiterin des Hauses mitgebracht hatte. Auch sie wurden ausgiebig gestreichelt und fotografiert.


Für den Holzrücke-Tag hatten sich die Pferde- und Ponybesitzer extra einen Tag Urlaub genommen. Für dieses ehrenamtliche Engagement bedankte sich Petra Kaufmann, Bereichsleiterin des Hauses Am Konradsberg, herzlich. Auch für das Team der Tagbetreuung des Hauses, welches die Veranstaltung organisiert hatte, gab es einen besonderen Applaus, bevor der Tag bei Spießbraten aus dem hauseigenen Backes gemütlich ausklang.

Wenn aus einer Idee Tanz wird

 Die Musik setzt ein und da ist nur noch Freude. So beschreibt Tanzpädagogin Hiltrud Grübling das Tanzensemble ARTsider, in dem Handicaps ebenso wenig eine Rolle spielen wie perfekt ausgeführte Schritte oder eine möglichst perfekte Körperbeherrschung. Vielmehr geht es darum, sich selbst in der Bewegung zu entdecken. „Ihr seid Palmen, die sich sachte in einer Meeresbrise wiegen“, lautet beispielsweise so eine Bewegungsaufgabe. Und sobald die passende Musik erschallt, setzen die Tänzer die Aufgabe um. Jeder, so wie er kann, aber immer mit viel Freude und Begeisterung.

Seit Januar 2019 trifft sich das Ensemble jeden Mittwochabend im Begegnungszentrum Gähnfeld in Wiehl-Oberbantenberg. Grübling, die in Brüchermühle das Tanzstudio „euMotions“ leitet, gründete die Gruppe in Kooperation mit der HBW Haus für Menschen mit Behinderung GmbH. Seit 2011 arbeitet sie mit dem Wohnanbieter der Eingliederungshilfe für erwachsene Menschen mit Behinderung zusammen und bietet Tanzkurse für Menschen mit einer geistigen Behinderung an. Die ARTsider sind das erste inklusive Angebot innerhalb dieser Kooperation und somit nicht nur offen für die Klienten des HBW, sondern für alle Interessierten. „Wir sind ein fähigkeitsgemischtes und generationenübergreifendes Tanzprojekt, in dem man aufeinander Rücksicht nimmt und sich gegenseitig inspiriert“, beschreibt Grübling die Gruppe.
 
Die Tanzpädagogin erzählt Geschichten, lässt Bilder in den Köpfen entstehen und so kommen die Bewegungen oft wie von selbst. Sich mit dem Körper ausdrücken und unbefangen Lust an Bewegung zu genießen, steht dabei im Mittelpunkt. Erst in zweiter Linie geht es um das Einstudieren von Bewegungsformationen. „Nichtsdestotrotz hat das Ensemble in der Zeit seines Bestehens eine enorme Entwicklung durchgemacht. Die Teilnehmer mit und ohne Handicap bereichern sich gegenseitig, sind einander Vorbild und geben sich gegenseitig Impulse“, ist sie überzeugt. Immer wieder wird das so Erlernte auch auf der Bühne präsentiert, zum Beispiel im Rahmenprogramm der „Oberbergischen Ausfahrt“ im Juli, einer Gespannfahrt für Menschen mit Behinderung.Das derzeit 14-köpfige Ensemble freut sich über Verstärkung. 

Bei den ARTsidern richtig sind die Menschen, die kein schweißtreibendes Tanztraining suchen, bei dem feste Schrittfolgen einstudiert werden, sondern die Interesse an Körpererfahrung und Lust an Interaktion und Kommunikation mitbringen. Wie fit oder beweglich jemand ist, spielt bei den ARTsidern keine Rolle. Somit eignet sich die Teilnahme auch für Senioren. Interessierte erhalten mehr Informationen bei Hiltrud Grübling unter Tel.: 02296/900 33 76 oder kommen zu einer Schnupperstunde ins Begegnungszentrum Gähnfeld (im Gähnfeld 4, Wiehl). Trainiert wird mittwochs von 18 bis 19 Uhr. Das Projekt wird durch die Wiehler Sozialstiftung gefördert.
 

Dem Kripo-Beamten über die Schulter geschaut

Gummersbach/Wiehl – Mitarbeiter und Bewohner des HBW Haus für Menschen mit Behinderung Wiehl bringen gemeinsam eine inklusive Zeitung heraus – Gestern lud die Polizei die Reporter zu einem Besuch der neuen Wache ein und ließ damit manche Kindheitsträume wahr werden.

„Wie bei Sherlock Holmes!“ Staunend schauen die Redakteure der Zeitung „Moment mal“ Ralf Liesenthal von der Spurensicherung der Oberbergischen Kreispolizeibehörde über die Schulter, als er ein schwarzes Pulver auf eine weiße Tischplatte pinselt und so einen Handabdruck sichtbar macht. Und das ist nicht das einzige, dass die Reporter der HBW Haus für Menschen mit Behinderung GmbH zum Staunen brachte, als sie gestern die Polizeiwache in Gummersbach besuchten. Wer hätte schon gedacht, dass ein Ohrabdruck genauso einzigartig ist wie der eines Fingers oder es eine Gewahrsamszelle für gleich acht Personen gibt?


„Moment mal – Die HBW Reporter Zeitung“ ist die inklusive Zeitung des HBW. Das Redaktionsteam setzt sich aus Mitarbeitern, Bewohnern und Klienten zusammen, die viermal im Jahr eine Ausgabe ihres Blattes herausbringen. Als Wohnanbieter der Eingliederungshilfe für erwachsene Menschen mit Behinderung betreibt das HBW acht Wohnhäuser und betreut rund 118 Menschen ambulant. Im Rahmen der Rubrik „Reporter unterwegs“ macht sich das Zeitungs-Team auch immer wieder auf die Suche nach interessanten Geschichten außerhalb des HBW. Ein lang gehegter Wunsch der Reporter war es dabei, einmal die neue Wache auf dem Steinmüllergelände zu besuchen und die Arbeit der Polizei aus der Nähe kennenzulernen.

Als Monika Treutler von der Presseabteilung der Polizei von diesem Wunsch erfuhr, lud sie die Reporter im Namen der gesamten Behörde sofort ein. Gemeinsam mit ihren Kollegen hatte sie eine rund zweistündige Tour für das inklusive Zeitungs-Team vorbereitet, auf der es viel zum Entdecken und zum Staunen gab. Der wachhabende Polizeioberkommissar Daniel Engelberth führte die Besucher durch den Gewahrsamstrakt, ein Besuch in der Ausnüchterungszelle und Probeliegen in der Einzelzelle waren dabei inklusive. Auch wie es sich anfühlt, Handschellen angelegt zu bekommen, erfuhren die Reporter. Achim Engel vom Unfallaufnahmeteam ließ die Besucher im Polizeiauto Probesitzen und erfüllte damit manchem einen Traum aus Kindheitstagen.

Walter Streinbrech von der Kriminalpolizei erklärte die Aufgaben der Kripo und wie man sich selbst und sein Zuhause vor Dieben schützt. In der Leitstelle konnten die Besucher hautnah miterleben, wie Notrufe von der Polizei angenommen und Einsätze in Gang gesetzt werden. Ralf Liesenthal von der Spurensicherung und dem Erkennungsdienst demonstrierte, wie Spuren am Tatort sichtbar gemacht und sichergestellt werden können. Dabei nahmen sich alle Beamten die Zeit, die mitgebrachten Fragen der Reporter zu beantworten, sodass diese mit viel Stoff für eine Polizei-Reportage nach Hause gingen. Für ihre Gastfreundschaft, Zeit und Mühe dankte das Zeitungs-Team Treutler und ihren Kollegen mit einem dicken Applaus und verließ die Polizeiwache schließlich nicht nur mit kleinen Präsenten und einer persönlichen Einladung zum Tag der offenen Tür der Polizei, sondern auch mit vielen unvergesslichen Erinnerungen.

Die Reporter des HBW freuen sich immer über Stoff für eine Reportage. Firmen, Vereine, Institutionen und Privatpersonen (die beispielsweise ein ungewöhnliches Hobby haben), die dem inklusiven Zeitungsteam einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen wollen, melden sich per Mail an hbw-gaehnfeld@t-online.de.

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