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Oberbergische Ausfahrt: Ein „Bikertreff“ der besonderen Art

Wiehl - Von wegen „harte Biker“: Bei der 4. Oberbergischen Ausfahrt boten 80 Gespannfahrer Menschen mit Handicap einen Platz auf ihren Maschinen an und sorgten so für viel Freude und unvergessliche Momente – Die Veranstaltung wurde erneut vom Treffpunkt Lebensfreude e.V. in Kooperation mit der HBW GmbH durchgeführt.

Für den 80-jährigen Ekki Kaplan von den Bundespolizeibikern, Chapter Sankt Augustin, war es eine Ehrensache, sich am frühen Morgen des vergangenen Samstags auf sein Motorrad mit Seitenwagen zu setzen, und nach Wiehl zu fahren. Dasselbe Ziel hatten weitere rund 80 Gespannfahrer. Sie kamen aus den Niederlanden, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Berlin, Thüringen, Franken, Hessen, Bayern und natürlich aus Nordrhein-Westfalen und dem Oberbergischen Kreis nach Wiehl-Bomig, um Menschen mit Handicap einen Platz in ihrem Beiwagen, Trike oder Quad anzubieten. „Bei dieser Ausfahrt geht es darum, anderen Menschen Freude zu bereiten – natürlich musste ich dabei sein!“, erklärte Ekki seine Teilnahme an der Oberbergischen Ausfahrt und sprach damit vielen teilnehmenden Bikern, darunter Herbert Simon, ehemaliger Deutscher Meister im Motocross und Deutscher Meister im Seitenwagen, aus dem Herzen.

Menschen mit Handicap eine Freude zu bereiten – genau darum geht es bei der Oberbergischen Ausfahrt, zu der der Verein Treffpunkt Lebensfreude aus Denklingen in Kooperation mit der Haus für Menschen mit Behinderung Wiehl GmbH (HBW) am vergangenen Samstag zum vierten Mal einlud. „Bei der ersten Ausfahrt im Jahr 2016 waren drei Gespanne dabei und die Veranstaltung richtete sich nur an die Bewohner des Waldbröler Hauses der HBW. Aber die Idee kam so gut an, dass wir schon im dritten Jahr aus Platzgründen auf das Gelände der HBW-Verwaltung in Bomig umziehen mussten“, beschrieb Organisatorin Rita Pack von Treffpunkt Lebensfreude die Erfolgsgeschichte der Oberbergischen Ausfahrt. Weil sich die Fahrer auch in diesem Jahr dazu bereit erklärten, die 53 Kilometer lange Strecke durch Wiehl, Nümbrecht und Reichshof zweimal zu fahren, konnten 160 Menschen mit Handicap an der Ausfahrt teilnehmen, die Landschaft genießen und sich wie richtige Biker fühlen. Einen Lifter, mit dem Rollstuhlfahrer in die Seitenwagen gehoben werden konnten, stellte das Sanitätshaus „Rahm – Zentrum für Gesundheit“ zur Verfügung. Start und Ziel der Ausfahrt war die HBW-Verwaltung in Bomig, wo auch das Rahmenprogramm stattfand.

Davon, wie viel Freude es den „Mitfahrern“ machte, im Seitenwagen, auf dem Quad oder Trike unterwegs zu sein, konnte sich auch Landrat Jochen Hagt überzeugen. Er hatte nicht nur die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernommen, sondern gab auch den Startschuss. „Unglaublich, was hier mit ganz viel Herzblut und ehrenamtlichen Engagement auf die Beine gestellt wurde“, staunte er angesichts der Biker, die vor der HBW-Zentrale in einer langen Reihe Aufstellung genommen hatten und ein imposantes Bild boten. Als es schließlich losging, kannte die Begeisterung kein Halten mehr: Fahrer und Mitfahrer strahlten um die Wette, während sie an den winkenden und klatschenden Zuschauern an der Strecke vorbeifuhren. „Die Freude in den Gesichtern der Menschen zu sehen, war richtig bewegend“, waren sich auch die anwesenden Bürgermeister Ulrich Stücker (Wiehl), Hilko Redenius (Nümbrecht) und Rüdiger Gennies (Reichshof) einig.

Nach den beiden Ausfahrten feierten die Biker, die Menschen mit Handicap und die Besucher gemeinsam weiter. Gemütliche Sitzecken, leckere Verpflegung und ein buntes Rahmenprogramm luden die Menschen zum Verweilen ein. Ehrengast Max Deubel, ehemaliger Seitenwagen-Weltmeister und einer der erfolgreichsten deutschen Motorradrennfahrer in der Seitenwagenklasse, verteilte Autogramme und unterhielt die Gäste mit Anekdoten aus seinem Leben als erfolgreicher Rennfahrer. Die inklusive Tanzgruppe „ArtSider“ unter der Leitung von Hiltrud Grübling entführte die Zuschauer mit spanischen Klängen ins heiße Andalusien. Die Tanzgruppe „Crazy Girls and Boys“ des Bielsteiner Karnevalvereins begeisterte mit flotten Tänzen sowie akrobatischen Einlagen und die HBW-Cheerleader, die sich aus Klienten und Bewohnern der HBW GmbH zusammensetzen, sorgten ebenfalls für Stimmung. Und was wäre eine Biker-Veranstaltung ohne Rockmusik? Für die passenden Töne sorgte die Coverband „Frau Lange rockt“, bei deren Auftritt die Biker und ihre „Mitfahrer“ gemeinsam das Tanzbein schwangen.

 

Inklusives Tanzensemble gegründet

 

Wiehl – „ARTsider“ versteht sich als offenes Projekt für alle, Interessierte können sich anmelden.
Mit der Idee, Tanz allen Menschen zugänglich zu machen, gründete das „euMotions Studio für PILATES & TANZ“ in Kooperation mit dem „Haus für Menschen mit Behinderung“ (HBW) in Wiehl im Januar das inklusive Tanzensemble „ARTsider“. Es steht für Tanzkunst sowie kulturelle Teilhabe und wurde als „fähigkeitsgemischtes“ und „generationsübergreifendes“ Projekt gebildet. Gefördert und finanziell unterstützt durch die Wiehler Sozialstiftung, versteht sich „ARTsider“ als offenes Kunstprojekt für alle. Interessierte können sich bei Hiltrud Grübling unter Tel.: 02296/900 33 76 anmelden. 

Tag der Bestattung

Am 30.09.2017 fand im Begegnungszentrum der Thementag Bestattung satt. Insgesamt 39 Bewohner/innen aus dem stationären Wohnbereich bzw. Klienten aus dem Betreuten Wohnen nahmen daran teil. In vier Kleingruppen aufgeteilt wurde lebhaft diskutiert, gefragt, gelacht, geweint und Kreativität gelebt. Was passiert in einem Krematorium? Was ist eine Urne und wie kommt man da rein? Tut verbrennen weh? Was passiert, wenn ich sterbe? Ist mein Papa jetzt im Himmel oder wo? Es wurden Urnen gestaltet, Bilder zum Thema Himmel gemalt und Probeliegen im Sarg ermöglicht. Letzteres wurde von vielen Teilnehmern mit großem Interesse angenommen.

Leichte Sprache

Unser Alltag ist geprägt von Sprache in Wort und Bild.


Diese Sprache ist nicht immer leicht zu verstehen, Leichte Sprache ist für viele Menschen dagegen besser zu verstehen. Dadurch verhilft sie den Menschen zu mehr Selbstständigkeit und ermöglicht es ihnen, eigene Entscheidungen zu treffen.

Leichte Sprache bedeutet, dass einfache Worte, kurze Texte und Bilder genutzt werden, um Texte verständlicher zu machen. Um ein offizielles Prüfsiegel zu erhalten, müssen Texte in Leichter Sprache von ausgebildeten Prüfern 
überprüft werden. Das HBW bemüht sich, dieser Form der Barrierefreiheit nachzukommen. Es werden Fortbildungen für unsere Mitarbeiter/-innen angeboten, um Texte in Leichter Sprache formulieren zu können.
Auch diese Homepage soll in den nächsten Monaten barrierefrei werden.

Wir haben 5 Bewohner/-innen als Prüfer ausgebildet, um unsere offiziellen Texte, die wir in Leichte Sprache übersetzen, zu prüfen. Nur dann erhalten sie das offizielle Siegel für „Leichte Sprache“.

Generell kommt Leichte Sprache allen Menschen zugute und wer hatte nicht schon mal den Wunsch, dass Anleitungen, die Steuererklärung oder Gesetzte und Verträge so geschrieben sind, dass man sie auch verstehen kann.
 

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