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Dem Kripo-Beamten über die Schulter geschaut

Gummersbach/Wiehl – Mitarbeiter und Bewohner des HBW Haus für Menschen mit Behinderung Wiehl bringen gemeinsam eine inklusive Zeitung heraus – Gestern lud die Polizei die Reporter zu einem Besuch der neuen Wache ein und ließ damit manche Kindheitsträume wahr werden.

„Wie bei Sherlock Holmes!“ Staunend schauen die Redakteure der Zeitung „Moment mal“ Ralf Liesenthal von der Spurensicherung der Oberbergischen Kreispolizeibehörde über die Schulter, als er ein schwarzes Pulver auf eine weiße Tischplatte pinselt und so einen Handabdruck sichtbar macht. Und das ist nicht das einzige, dass die Reporter der HBW Haus für Menschen mit Behinderung GmbH zum Staunen brachte, als sie gestern die Polizeiwache in Gummersbach besuchten. Wer hätte schon gedacht, dass ein Ohrabdruck genauso einzigartig ist wie der eines Fingers oder es eine Gewahrsamszelle für gleich acht Personen gibt?


„Moment mal – Die HBW Reporter Zeitung“ ist die inklusive Zeitung des HBW. Das Redaktionsteam setzt sich aus Mitarbeitern, Bewohnern und Klienten zusammen, die viermal im Jahr eine Ausgabe ihres Blattes herausbringen. Als Wohnanbieter der Eingliederungshilfe für erwachsene Menschen mit Behinderung betreibt das HBW acht Wohnhäuser und betreut rund 118 Menschen ambulant. Im Rahmen der Rubrik „Reporter unterwegs“ macht sich das Zeitungs-Team auch immer wieder auf die Suche nach interessanten Geschichten außerhalb des HBW. Ein lang gehegter Wunsch der Reporter war es dabei, einmal die neue Wache auf dem Steinmüllergelände zu besuchen und die Arbeit der Polizei aus der Nähe kennenzulernen.

Als Monika Treutler von der Presseabteilung der Polizei von diesem Wunsch erfuhr, lud sie die Reporter im Namen der gesamten Behörde sofort ein. Gemeinsam mit ihren Kollegen hatte sie eine rund zweistündige Tour für das inklusive Zeitungs-Team vorbereitet, auf der es viel zum Entdecken und zum Staunen gab. Der wachhabende Polizeioberkommissar Daniel Engelberth führte die Besucher durch den Gewahrsamstrakt, ein Besuch in der Ausnüchterungszelle und Probeliegen in der Einzelzelle waren dabei inklusive. Auch wie es sich anfühlt, Handschellen angelegt zu bekommen, erfuhren die Reporter. Achim Engel vom Unfallaufnahmeteam ließ die Besucher im Polizeiauto Probesitzen und erfüllte damit manchem einen Traum aus Kindheitstagen.

Walter Streinbrech von der Kriminalpolizei erklärte die Aufgaben der Kripo und wie man sich selbst und sein Zuhause vor Dieben schützt. In der Leitstelle konnten die Besucher hautnah miterleben, wie Notrufe von der Polizei angenommen und Einsätze in Gang gesetzt werden. Ralf Liesenthal von der Spurensicherung und dem Erkennungsdienst demonstrierte, wie Spuren am Tatort sichtbar gemacht und sichergestellt werden können. Dabei nahmen sich alle Beamten die Zeit, die mitgebrachten Fragen der Reporter zu beantworten, sodass diese mit viel Stoff für eine Polizei-Reportage nach Hause gingen. Für ihre Gastfreundschaft, Zeit und Mühe dankte das Zeitungs-Team Treutler und ihren Kollegen mit einem dicken Applaus und verließ die Polizeiwache schließlich nicht nur mit kleinen Präsenten und einer persönlichen Einladung zum Tag der offenen Tür der Polizei, sondern auch mit vielen unvergesslichen Erinnerungen.

Die Reporter des HBW freuen sich immer über Stoff für eine Reportage. Firmen, Vereine, Institutionen und Privatpersonen (die beispielsweise ein ungewöhnliches Hobby haben), die dem inklusiven Zeitungsteam einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen wollen, melden sich per Mail an hbw-gaehnfeld@t-online.de.

Wiehl vernetzt! lädt ein

DIE HBW GmbH ist Mitglied beim Bündnis "Wiehl vernetzt!" Dieses lädt am Mittwoch, 30. Oktober 2019, zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Hilflos im Krankenhaus?“ ein. Diese findet ab 18 Uhr im Clubraum des Johanniter Hauses, Homburger Str. 7 in Wiehl, statt. Weitere Informationen gibt es hier.

 

Programm:

17.30 Uhr Einlass

18.00 Uhr Beginn

18.00 Uhr Begrüßung, Vorstellung „Wiehl vernetzt“

& Moderation

Frank Schäfer, Leiter der Tagespflege Wiehl

18.10 Uhr Sketch „Sparmaßnahme im

Krankenhaus“, Diakonie Wiehl

18.20 Uhr Vorstellung erlebter Beispiele

Elke Bergmann, Stadt Wiehl

18.35 Uhr „Neues Konzept Aufnahmeverfahren

in der Psychiatrie“

Dr. Johannes Michael Albers, Chefarzt

der Klinik für Allgemein- und Gerontopsychiatrie

Krankenhaus Gummersbach

19.05 Uhr „Beispiele aus der Praxis“

Renate Bickenbach, Vorsitzende

Patientenfürsprecherin Kliniken Oberberg

 

Mitglieder:

HBW, Wiehl

Wiehl Apotheke

Stadt Wiehl / OASe

PD Cornelia Kumm, Wiehl

PD Diakoniestation, Wiehl

AWO Seniorenzentrum, Wiehl

Seniorenzentrum Bethel, Wiehl

Betreuungsbüro Groß & Mehler

Ambulanter Pflegedienst Sandra Zeiske

Hauskrankenpflege Uwe Söhnchen, Wiehl

Malteser Hospizdienst, Wiehl/Nümbrecht

Malteser Trauerzentrum Oberberg, Wiehl

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Regionalverband Rhein.-/Oberberg

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Siebert, Oberbergischer Kreis

Adventliches Basteln im Sonnenschein

 Wiehl – In der Tagesbetreuung für Rentner im Wohnhaus „Am Konradsberg“ stand heute ein besonderes Kreativangebot auf dem Programm.

Der Sommer ist noch nicht zu Ende, da wurde es schon richtig „adventlich-gemütlich“ in der Gartenhütte des Wohnhauses „Am Konradsberg“. Denn beim heutigen Bastelangebot der Tagesbetreuung für Rentner entstanden Engel, Kerzenständer, Sterne und allerlei weitere weihnachtliche Deko, die auf dem hauseigenen Martinsmarkt am 10. November verkauft werden soll. Gebastelt wurde unter Anleitung der Goldschmiede-Meisterin Michaela Merz aus Wiehl mit einem eher ungewöhnlichen Material: Beton. „Da denkt man natürlich erst mal an eine Baustelle, aber mit Zementmörtel bzw. Beton kann man auch ganz toll basteln“, so Merz.


Der Meinung waren auch die Bewohner des Hauses „Am Konradsberg“, die das Material fleißig in Formen füllten. „Das macht Spaß“, waren sich die Teilnehmer einig und freuten sich umso mehr, als Michaela Merz ankündigte, in der nächsten Woche wieder zu kommen. Dann werden die Betonobjekte verziert mithilfe mit Hilfe von Farben, Bändern und mehr entstehen kleine Kunstwerke. Wer die fertigen Ergebnisse sehen möchte, kann sich den 10. November im Kalender vormerken und den Martinsmarkt „Am Konradsberg“ einen Besuch abstatten.
 

Ferienspaß-Aktion: Förderschüler wurden zu „Kräuterhexen“

Wiehl - Der FamilienUnterstützende Dienst des „Vereins zur Förderung und Betreuung behinderter Kinder Oberbergischer Kreis“ bietet Gruppenangebote, eine Ferienbetreuung für Schüler mit Behinderung und inklusive Reisen, die durch die Aktion Mensch gefördert werden.

Konzentriert betrachten die Kinder und Jugendlichen, die im „Landschaftsraum“ der Bergischen Agentur für Kulturlandschaft (BAK) in einem Stuhlkreis sitzen, den Schnittlauchhalm in ihren Händen. „Riecht wie Zwiebeln, sieht aber aus wie Gras“, findet ein Mädchen. „Das stimmt, aber es gibt einen Unterschied zwischen einem Gras- und einem Schnittlauchhalm: Schnittlauch ist innen hohl, ihr könnt an dem Halm ziehen, wie an einem Strohhalm“, erklärt Manuela Thomas, Mitarbeiterin der BAK. Nach und nach lernen die Kinder so immer mehr Kräuter kennen. Sie ertasten, riechen und schmecken sie.

Mit diesem Angebot zum Mitmachen traf die BAK genau den Geschmack ihrer Gäste, bei denen es sich gestern um eine ganz besondere Gruppe handelte: Außerhalb der Ferien besuchen die 13 Jungen und Mädchen eine oberbergische Förderschule, nun, in den Sommerferien, besuchen sie die zweiwöchige Ferienbetreuung des FamilienUnterstützenden Dienstes (FUD) des „Vereins zur Förderung und Betreuung behinderter Kinder Oberbergischer Kreis“. „Von Montag bis Freitag werden die Teilnehmer im Begegnungszentrum in Oberbantenberg betreut, es wird gemalt, gebastelt und gespielt. Und es finden Ausflüge statt“, erklärte Melanie Frackenpohl, Leiterin des FUD. Gerade für berufstätige Eltern, die durch die Ferien vor Betreuungsprobleme gestellt werden, schafft der FUD so eine wichtige Entlastung.

Das Ferienprogramm ist genau auf die Bedürfnisse der Teilnehmer zugeschnitten: Die Betreuung übernehmen geschulte Mitarbeiter und auch die BAK hatte eines ihrer Naturerlebnis-Angebote extra für Gäste angepasst. Vor Stolz strahlende Augen gab es beispielsweise, als das eben erlernte Kräuterwissen direkt angewandt werden konnte: In den Beeten am Landschaftshaus, den „Grünen Klassenzimmern“, sammelten die Kinder Kräuter, verarbeiteten sie zu einem Kräuterquark und ließen sich diesen auf frischem Baguette schmecken.

Auch außerhalb der Ferien hält der FUD Gruppenangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Behinderung bereit. Es werden Ausflüge unternommen, gekocht und gekegelt. Die Mitarbeiter des FUD besuchen aber auch Familien mit einem Angehörigen mit Behinderung. Sie unternehmen etwas mit dem Menschen mit Handicap oder betreuen ihn zu Hause, sodass auch die pflegenden Angehörigen Freiräume gewinnen. Wachsender Beliebtheit erfreut sich auch das Tourismusangebot für Menschen mit und ohne Behinderung, die „Viel-Falter-Reisen“. Diese finden in kleinen Gruppen statt, wodurch eine intensive Betreuung der Menschen mit Handicap gewährleistet ist. Gefördert wird dieses inklusive Angebot durch die Aktion Mensch. „So können wir unser Angebot immer wieder ausbauen. Und das ist auch gut so: Dieses Jahr sind wir schon ausgebucht“, so Frackenpohl.

Auch in der zweiten Herbstferienwoche (21 bis 25. Oktober) bietet der FUD eine Ferienbetreuung für Kinder und Jugendliche mit Behinderung an. Weitere Informationen erteilt Melanie Frackenpohl vom FUD, E-Mail: mfrackenpohl@verein-wiehl.de.

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