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Das Rezept des Monats

Was kochen wir denn heute ... ? Für alle, die sich diese Frage auch häufiger stellen, präsentieren wir ab sofort einmal im Monat ein Rezept aus dem HBW – zum Nachkochen für unsere Bewohnerinnen und Bewohner, Klientinnen und Klienten sowie alle Leckermäulchen. Der Kartoffelsalat mit frischer Gurke hat in diesem Sommer im Wohnhaus „Am Konradsberg“ schon öfter für Begeisterung am Mittagstisch gesorgt. Vielen Dank an Sylvia Heinrich für das Rezept – und viel Spaß beim Nachkochen!

Hier gibt es das Rezept als PDF.

Austausch statt Schlagabtausch

Wem sollen wir bei der Kommunalwahl am 13. September unsere Stimme geben? Diese Frage stellten sich auch die Bewohnerinnen und Bewohner im Waldbröler „Haus am Park“ der HBW Haus für Menschen mit Behinderung Wiehl GmbH und fanden eine ganz praktische Lösung: Sie luden Waldbröler Lokalpolitiker in ihren Garten ein, damit man sich im Gespräch besser kennenlernen kann. Der Einladung von Hausleiter Bernhard Pohl folgten Claudia Hein von den Grünen, Anne Pampus und Sascha Strutz von der SPD, der parteilose Bürgermeisterkandidat Achim Bursche, dessen Kandidatur von den Grünen und der CDU unterstützt wird, sowie Martin Wagner von der CDU.

Aufgrund der Corona-Pandemie machten es sich die Teilnehmer der Podiumsdiskussion, zu der auch Klienten aus den betreuten Wohnformen des HBW gekommen waren, im Garten des Hauses gemütlich. Nach einer Vorstellungsrunde eröffnete Bernhard Pohl die erste Fragerunde und schnell wurde deutlich, welches Anliegen den Menschen mit Handicap besonders am Herzen liegt: barrierefreie Wege. Egal ob Schlaglöcher, hohe Bordsteinkanten oder enge Eingänge, an vielen Stellen in Waldbröl habe man es schwer mit einem Rollstuhl oder Rollator, erklärten sie. Auch in unmittelbarer Nähe ihres Hauses wiesen die Wege und Straßen zahlreiche Hürden auf. „Dabei kann ja jeder in unsere Lage kommen und zum Beispiel durch einen Autounfall gehbehindert werden. Und ältere Menschen haben ja auch dieselben Probleme wie wir“, machte ein Bewohner deutlich, dass Barrierefreiheit ein Thema ist, das alle angeht.

Anstatt sich nun einen politischen Schlagabtausch zu liefern, stimmten die Politiker den Bewohnerinnen und Bewohnern unisono zu. Auch darüber, dass man dieses Problem gemeinsam angehen sollte, waren sie sich einig. „Lassen Sie uns Ihre Wege zusammen abgehen, damit wir hautnah erleben, wo Sie auf Hürden stoßen. Sie sind die Experten in Sachen Barrierefreiheit – da können wir von Ihnen lernen“, sagte zum Beispiel Martin Wagner. Die Politiker erklärten ihren Zuhörern aber auch, dass gar nicht alle Straßen der Stadt gehören und die Stadt darum keinen Einfluss auf den Zustand der Wege hat. Damit ließen sie es aber nicht bewenden, sondern boten Vermittlung und gemeinsame Gespräche mit den Eigentümern an.

Wie sie sich noch mehr in das öffentliche Leben in Waldbröl einbringen können, wollten die Menschen mit Handicap ebenfalls von den Politikern wissen. „Wir möchten keine Insel innerhalb der Stadtgemeinschaft sein, sondern ein Teil von ihr“, erklärte Bernhard Pohl. Und auch hier hatten die Politiker viele gute Idee, die von gemeinsamen Arbeitsgruppen bis zu einem Stammtisch reichten. „In Kontakt bleiben und voneinander lernen“, so lautete das Fazit der Podiumsdiskussion, die weniger eine Wahlveranstaltung als ein gegenseitiges Kennenlernen war. „Wir nehmen Ihre Probleme ernst“, lautete die Botschaft der Politiker, die fortan in einem engeren Austausch mit dem Wohnhaus bleiben wollen. Dass, so fanden die Bewohnerinnen und Bewohner des HBW, müsse man feiern und luden spontan auf kalte Getränke ein.

Ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk

 Michaela Merz kommt eigentlich immer freitags in die Tagbetreuung im „Haus Am Konradsberg“, um mit den Rentnerinnen und Rentnern gemeinsam kreativ zu arbeiten. Da dies im Frühjahr und Sommer aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich war, hat sie anstatt mit den Bewohnern und Mitarbeitern des HBW für das HBW gebastelt und uns dieses tolle Buch geschenkt. Damit gratuliert sie dem HBW zum 40. Jubiläum und macht uns allen eine große Freude in einem Jahr, in dem wenig läuft wie geplant ... 

Eine Ruheoase im Alltag und in der Krise

Große Ähnlichkeit mit einem Sessel hat der Nordic Relax Chair zwar - doch er ist viel mehr als nur ein Möbelstück. „Der Relax Chair ist ein Entspannungsangebot, das ganz gezielt in Anspannungssituationen eingesetzt werden kann“, weiß Petra Kaufmann, Bereichsleitung des Wohnhauses „Haus Am Konradsberg“ der HBW Haus für Menschen mit Behinderung GmbH. Im vergangenen Jahr bot sich dem Haus die Chance, den Relax Chair über mehrere Monate zu testen. Danach stand für Petra Kaufmann und ihr Team fest: Das ist genau das richtige Angebot für unsere Bewohnerinnen und Bewohner, bei denen es sich zum größten Teil um Rentnerinnen und Rentner handelt.

Denn der Entspannungssessel wurde ursprünglich speziell für die Pflege und Menschen mit Demenz entwickelt. Durch individuell wählbare entspannende Musik, taktile Stimulation sowie sanfte Schaukelbewegungen bietet er eine einzigartige und beruhigende Atmosphäre. Durch die öffentliche Hand refinanziert werden solche Anschaffungen aber nicht. Dank einer Förderung der Sparkasse Gummersbach können die Bewohner des „Hauses Am Konradsberg“ dennoch in einem Relax Chair entspannen und zur Ruhe kommen. Nun statteten Dirk Steinbach, Vorstandsmitglied der Sparkasse Gummersbach, Gereon Schulz, Leiter der Unternehmenskundenabteilung, und Pressesprecher Wolfgang Abegg dem Haus einen Besuch ab, um sich vor Ort von der Funktionsweise des Stuhls zu überzeugen.

Empfangen wurden sie von Jens Kämper, Geschäftsleiter der HBW GmbH, Gesamtleiter Andreas Lamsfuß und Petra Kaufmann, die von den gesammelten Erfahrungen mit dem Relax Chair berichten konnte: „Der Stuhl hat sich im Alltag des Hauses sehr bewährt und ist ein gern genutztes Entspannungsangebot, das die Lebensqualität deutlich erhöht. In der Corona-Krise, die noch niemand hat kommen sehen, als wir den Stuhl anschafften, hat er sich dann als wahres Geschenk erwiesen.“

Während der Corona-Krise wurde die Welt der Bewohner durch das Wegbrechen der gewohnten Tagesstruktur und zahlreicher Angebote sowie das Besuchsverbot auf den Kopf gestellt. So kam es an einem Tag bei einer gehörlosen Dame zu einer emotionalen Krise. Durch ihre Gehörlosigkeit war das Erklären der komplizierten Zusammenhänge besonders erschwert. Schon nach kurzer Zeit im Entspannungssesel beruhigte sie sich jedoch und konnte sich sichtlich entspannen. In den nächsten Tagen bot der Stuhl ihr immer wieder die Möglichkeit der Spannungsreduktion und entlastete diese schwierige Phase sehr, berichtete Kaufmann.

Beeindruckt von diesem Bericht, nahmen sich die Sparkassen-Vertreter dann noch viel Zeit, um das HBW und seine verschiedenen Wohnangebote für Menschen mit einer geistigen und/oder mehrfachen Behinderung kennenzulernen. Sie verabschiedeten sich schließlich mit der Gewissheit, den Bewohnern des Hauses ein Entspannungsangebot ermöglicht zu haben, das ihre Lebensqualität deutlich erhöht – in der Krise und im Alltag.

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