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Und was kochen wir heute …?

Für alle, die sich diese Frage auch häufiger stellen, präsentieren wir einmal im Monat ein Rezept aus dem HBW – zum Nachkochen für unsere Bewohnerinnen und Bewohner, Klientinnen und Klienten sowie alle Leckermäulchen. Die Haferbratlinge schmecken sowohl warm als auch kalt – und liefern viele gesunde Nährstoffe für die kalte Jahreszeit. Vielen Dank an Sylvia Heinrich vom „Haus Am Konradsberg“ für das Rezept – und viel Spaß beim Nachkochen!

Hier gibt es das Rezept als PDF – zum Downloaden und Ausdrucken.
 

Den Frühling schon im Herbst gepflanzt

Natürlich wird es wunderschön aussehen, wenn im Frühling die Krokusse in den Gärten der HBW-Häuser „Haus am Park“, „Haus Am Konradsberg“ und „Haus Tannhäuserstraße“ sowie an der BWO in Faulmert sprießen. Allein aus dekorativen Gründen haben die Umwelt-Assistenten die Krokus-Knollen aber nicht gepflanzt. Vielmehr haben sie an die Hummel- und Bienenarten gedacht, die schon so früh im Jahr unterwegs sind, dass sie kaum Nahrung finden. Da der Krokus früher als andere Pflanzen blüht, ist er für die „Frühaufsteher“ unter den Insekten eine wichtige, oft die einzige, Nahrungsquelle. Welche Insekten die Krokusse besuchen werden, das erklärten die Umwelt-Assistenten den Bewohnern der HBW-Häuser während der gemeinsamen Pflanz-Aktionen, die im Oktober und November in den Gärten der Wohnhäuser der HBW Haus für Menschen mit Behinderung Wiehl GmbH und der BWO Behinderten Werkstätten Oberberg GmbH stattfanden – natürlich unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln, die in diesem Jahr erforderlich sind.

Wenn die Umwelt-Assistenten nicht gerade in Sachen Naturschutz unterwegs sind, arbeiten sie in der BWO, der Werkstatt für Menschen mit einer geistigen Behinderung im Oberbergischen Kreis. Im Rahmen einer Kooperation zwischen der BWO und der Bergischen Agentur für Kulturlandschaft (BAK) wurden sie durch die Biologische Station Oberberg (BSO) zu Umwelt-Assistenten qualifiziert. Seitdem unterstützen sie die Angebote der BSO und BAK für Menschen mit Behinderung. Dieses Projekt wurde 2016 mit dem Deutschen Waldpädagogikpreis ausgezeichnet. Im Rahmen des aktuellen „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“-Projektes der BAK werden die Umwelt-Assistenten zu Nachhaltigkeits-Botschaftern fortgebildet und geben dieses Wissen dann weiter.

Bei ihren Besuchen im HBW und in der BWO hatten die Umwelt-Assistenten neben Spaten und Krokus-Knollen auch die Saatguttütchen „Bergisches Blütenmee(h)r“ im Gepäck. Das Saatgut für die Anlage von mehrjährigen Blühflächen verteilt die BAK derzeit kostenlos im Rahmen eines Leader-Projekts. In Workshops, zu denen sich Dorfgemeinschaften, Kindergärten, Seniorenheime usw. ebenfalls kostenlosen anmelden können, erklären die Mitarbeitenden der BAK, worauf es bei der Aussaat ankommt und warum die Mischung von heimischem Saatgut gegenüber handelsüblichen Saatguttütchen, in der teils exotische Arten vorkommen, klar im Vorteil ist.

In der BWO und im HBW übernahmen das die Umwelt-Assistenten. „Zuerst haben wir den Rasen abgeschält, dann geharkt und dann das Saatgut ausgebracht. Das funktioniert wie beim Salzstreuen im Winter – obwohl man der Umwelt zuliebe ja auf Salz verzichten soll, wann immer es geht“, erklärte Umwelt-Assistent Christopher und erwies sich damit als wahrer Experte in Sachen Naturschutz. „Wir haben all die Pflanzen ausgesät, die normalerweise auf heimischen Wiesen blühen würden, würde man sie nicht so oft mähen. Sie liefern den heimischen Insekten wie den Wildbienen genau die Nahrung, die sie brauchen“, ergänzte Manuela Thomas von der BAK, die die Umwelt-Assistenten im Rahmen der BNE-Projekt-Förderung durch das Land NRW betreut und unterstützt.

Nun warten alle ganz gespannt auf das Frühjahr und das erste Grün. Gemeinsam wollen die Bewohner des HBW dann beobachten, welche Insekten die frischen Krokusse und das „Bergische Blütenmee(h)r“ besuchen – um den Umwelt-Assistenten dann zu berichten, welche Artenvielfalt dank ihren Pflanzaktionen in ihre Gärten eingezogen ist.

Mehr Informationen zum Leader-Projekt „Bergisches Blütenmee(h)r“ gibt es hier: www.agentur-kulturlandschaft.de/bluetenmeehr

Erster „HBW-Kiosk“ im Haus Am Konradsberg eröffnet

Was gab es als Kind Schöneres, als mit einer Mark in der Hand zum Kiosk zu laufen und sich eine bunte Tüte Süßigkeiten zu kaufen? Daran können sich auch die Bewohner im „Haus Am Konradsberg“ noch gut erinnern – und haben nun die Gelegenheit, diese Kindheitserinnerung neu aufleben zu lassen. Denn dank des Einsatzes von Ehrenamtler Peter Schmidt hat das HBW-Wohnhaus nun einen eigenen Kiosk!

Die Idee, den zumeist älteren Bewohnern mit einem Kiosk das Einkaufen im eigenen Haus zu ermöglichen, hatten die Mitarbeiter des Hauses schon lange. Durch die Corona-Krise bekam das Thema dann noch mal eine ganz neue Brisanz: Um die Bewohner vor einer Ansteckung mit dem Virus zu schützen, mussten Kontakte nach außen weitestgehend eingeschränkt werden, Einkaufstouren der Bewohner mit Mitarbeitern oder Angehörigen mussten ausfallen. „Natürlich konnten wir den Bewohnern das mitbringen, was sie gerne haben wollten. Aber einfach mal selber stöbern und vor Ort aussuchen, was man kaufen will – das ging leider oft nicht“, sagt Kristin Soest, Mitarbeiterin der Tagbetreuung im Haus.

Dank des HBW-Kiosks ist das nun wieder möglich! Das Büdchen baute der Hobby-Schreiner Peter Schmidt nach einem Foto. Das Material stellte das HBW, die Schreinerarbeiten erledigte Peter Schmidt ehrenamtlich. Zur Übergabe des Kiosks kam er mit seiner Frau Bärbel zum Konradsberg und konnte so direkt erleben, wie sehr sich die Bewohner über „ihren HBW-Kiosk“ freuten. Dieser hat nun einmal pro Woche geöffnet: In farblich passenden Kitteln ziehen dann jeweils ein Mitarbeiter und ein Bewohner mit dem Kiosk durchs Haus. Angeboten werden Stifte, Malbücher, Piccolos und Eierlikör – und natürlich fehlen auch die Süßigkeiten nicht. So können sich die Bewohner nach Herzenslust ihre bunten Tüten zusammenstellen – und müssen auch während der Corona-Zeit nicht aufs selbstständige Aussuchen und Einkaufen verzichten!

Saft aus eigenen Äpfeln

Die letzten warmen Tage im Herbst nutzten die Bewohner von „Haus Tannhäuserstraße“ für die Apfelernte. Im Garten des HBW-Wohnhauses stehen gleich mehrere Apfelbäume, die in diesem Jahr viele Früchte trugen. Die Ernte ist in der Tannhäuserstraße Teamarbeit: Gemeinsam mit den Mitarbeitern pflückten die Bewohner erst die Äpfel, an die man gut herankam. Dann wurden die Bäume kräftig geschüttelt, sodass auch die weit oben hängenden Äpfel herunterfielen und eingesammelt werden konnten. Nach getaner Arbeit füllten die Äpfel einen ganzen Hänger voll. Mit dem ging es zur Fruchtsaftkelterei Weber in Nümbrecht. Hier wurden die Äpfel aus der Tannhäuserstraße zu leckerem Saft verarbeitet. So können die Bewohnerinnen und Bewohner jetzt Saft aus den eigenen Äpfeln trinken – lecker! 

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