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Ferienspaß-Aktion: Förderschüler wurden zu „Kräuterhexen“

Wiehl - Der FamilienUnterstützende Dienst des „Vereins zur Förderung und Betreuung behinderter Kinder Oberbergischer Kreis“ bietet Gruppenangebote, eine Ferienbetreuung für Schüler mit Behinderung und inklusive Reisen, die durch die Aktion Mensch gefördert werden.

Konzentriert betrachten die Kinder und Jugendlichen, die im „Landschaftsraum“ der Bergischen Agentur für Kulturlandschaft (BAK) in einem Stuhlkreis sitzen, den Schnittlauchhalm in ihren Händen. „Riecht wie Zwiebeln, sieht aber aus wie Gras“, findet ein Mädchen. „Das stimmt, aber es gibt einen Unterschied zwischen einem Gras- und einem Schnittlauchhalm: Schnittlauch ist innen hohl, ihr könnt an dem Halm ziehen, wie an einem Strohhalm“, erklärt Manuela Thomas, Mitarbeiterin der BAK. Nach und nach lernen die Kinder so immer mehr Kräuter kennen. Sie ertasten, riechen und schmecken sie.

Mit diesem Angebot zum Mitmachen traf die BAK genau den Geschmack ihrer Gäste, bei denen es sich gestern um eine ganz besondere Gruppe handelte: Außerhalb der Ferien besuchen die 13 Jungen und Mädchen eine oberbergische Förderschule, nun, in den Sommerferien, besuchen sie die zweiwöchige Ferienbetreuung des FamilienUnterstützenden Dienstes (FUD) des „Vereins zur Förderung und Betreuung behinderter Kinder Oberbergischer Kreis“. „Von Montag bis Freitag werden die Teilnehmer im Begegnungszentrum in Oberbantenberg betreut, es wird gemalt, gebastelt und gespielt. Und es finden Ausflüge statt“, erklärte Melanie Frackenpohl, Leiterin des FUD. Gerade für berufstätige Eltern, die durch die Ferien vor Betreuungsprobleme gestellt werden, schafft der FUD so eine wichtige Entlastung.

Das Ferienprogramm ist genau auf die Bedürfnisse der Teilnehmer zugeschnitten: Die Betreuung übernehmen geschulte Mitarbeiter und auch die BAK hatte eines ihrer Naturerlebnis-Angebote extra für Gäste angepasst. Vor Stolz strahlende Augen gab es beispielsweise, als das eben erlernte Kräuterwissen direkt angewandt werden konnte: In den Beeten am Landschaftshaus, den „Grünen Klassenzimmern“, sammelten die Kinder Kräuter, verarbeiteten sie zu einem Kräuterquark und ließen sich diesen auf frischem Baguette schmecken.

Auch außerhalb der Ferien hält der FUD Gruppenangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Behinderung bereit. Es werden Ausflüge unternommen, gekocht und gekegelt. Die Mitarbeiter des FUD besuchen aber auch Familien mit einem Angehörigen mit Behinderung. Sie unternehmen etwas mit dem Menschen mit Handicap oder betreuen ihn zu Hause, sodass auch die pflegenden Angehörigen Freiräume gewinnen. Wachsender Beliebtheit erfreut sich auch das Tourismusangebot für Menschen mit und ohne Behinderung, die „Viel-Falter-Reisen“. Diese finden in kleinen Gruppen statt, wodurch eine intensive Betreuung der Menschen mit Handicap gewährleistet ist. Gefördert wird dieses inklusive Angebot durch die Aktion Mensch. „So können wir unser Angebot immer wieder ausbauen. Und das ist auch gut so: Dieses Jahr sind wir schon ausgebucht“, so Frackenpohl.

Auch in der zweiten Herbstferienwoche (21 bis 25. Oktober) bietet der FUD eine Ferienbetreuung für Kinder und Jugendliche mit Behinderung an. Weitere Informationen erteilt Melanie Frackenpohl vom FUD, E-Mail: mfrackenpohl@verein-wiehl.de.

Haus am Park begrüßt die Ferien

 Auch die BWO Behinderten Werkstätte Oberberg GmbH macht Sommerferien. Somit beginnt auch in den Wohnhäusern der HBW GmbH, in denen viele der Beschäftigten der BWO wohnen, die Urlaubszeit. Das nahmen die Bewohner und Mitarbeiter des Hauses am Park in Waldbröl zum Anlass, um Freunde und Angehörige zu einem Sommerfest einzuladen. Gefeiert wurde im gemütlichen Garten des Hauses. Leif Wegermann backte köstliche Crêpes, daneben gab es weitere Leckereien und Getränke. Auch das Wetter zeigte sich in perfekter Feierlaune, sodass die Bewohner und Mitarbeiter gemeinsam mit Familie und Freunden einen netten und gemütlichen Nachmittag verbringen konnten. Ein perfekter Start in die Ferien. (Fotos: Dirk Alfas) 

„Dolce Vita“ auf dem Konradsberg

 Wer in seinem Leben viel gearbeitet hat, darf es sich in der Rente ruhigen Gewissens gut gehen lassen. Das gilt auch für die Rentner in den Wohnhäusern der HBW GmbH. Und was gehört zu einem schönen Leben? Natürlich gutes Essen. Das weiß man auch im Haus Am Konradsberg, wo die Mitarbeiter mehrmals im Jahr den hauseigenen Backes anfeuern, um mit den Besuchern der Tagesbetreuung gemeinsame Backaktionen durchzuführen. Nun war es wieder so weit. Schon um 8 Uhr morgens wurde der Backes angefeuert, damit pünktlich zum Mittag frische Pizza auf dem Tisch steht. Beim Vorbereiten der Teiglinge packten die Rentner fleißig mit an, das Fachwissen steuerten die Mitarbeiter bei: „Den Teig darf man auf keinen Fall mit dem Nudelholz ausrollen. Dann wird die Pizza nicht locker“, lautete beispielsweise ein Tipp.Pizza Tonno, Hawaii und Salami – was in den Ofen geschoben wurde, bestimmten die Rentner selbst. Auch gewagtere Kreationen, zum Beispiel mit Schinken und Camembert, fanden reißenden Absatz. Und das nicht nur bei den Bewohnern. Auch die Mitarbeiter aus den anderen Standorten des HBW kommen gerne vorbei, wenn auf dem Konradsberg der Backes angeschmissen wird und man das süße Leben – „la dolce Vita“ – gemeinsam genießt. 

Bewegende Begegnungen und getanzte Vielfalt

Wie Menschen mit und ohne Handicap, Rollstuhlfahrer und Nicht-Rollstuhlfahrer, Kinder und Senioren zu einer Tanzgruppe verschmelzen, konnte man am Samstag, 21. Juli, im Begegnungszentrum Gähnfeld des Vereins zur Förderung und Betreuung behinderter Kinder Oberbergischer Kreis erleben. Zu der inklusiven und generationenübergreifenden Veranstaltung hatten das Tanzstudio euMotions und die HBW Haus für Menschen mit Behinderung GmbH eingeladen. 

Neben Bewohnern des HBW folgten auch andere Interessierte der Einladung, sodass Tanzpädagogin Hiltrud Grübling Teilnehmer zwischen sieben und 83 Jahren, mit und ohne Handicap, begrüßen konnte. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Sommer, Sonne, Sand und Mee(h)r“. Gemeinsam setzten die Teilnehmer ihre Vorstellungen von Sommer und Urlaub tänzerisch um. „Ich habe den Teilnehmern bewusst viel Raum gelassen, um die eigenen Gefühle auszudrücken“, so die Tanzpädagogin. Anfängliche Hemmungen gab es dabei nicht. „Zwischen den Kindern, die am Projekt teilgenommen haben, und den Menschen mit Behinderung bestanden überhaupt keine Berührungsängste. Alle haben sich sofort füreinander und für den Tanz geöffnet“, beschrieb Grübling den Erfolg des Projekts.

Dieses fand sein Finale in einem Abschlusstanz, der kurzerhand vor den Menschen aufgeführt wurde, die sich mittlerweile im Begegnungszentrum eingefunden hatten, um die Teilnehmer abzuholen. „Jung und Alt, Menschen mit und ohne Handicap so glücklich gemeinsam tanzen zu sehen, war für alle sehr bewegend“, fand auch die Tanzpädagogin. Und so soll das „Sommertanz-Projekt“ nicht das letzte seiner Art gewesen sein: „Wir arbeiten an einer Fortsetzung“, verriet Hiltrud Grübling und lud alle Interessierten zum Mitmachen ein.Kontakt: 02296/900 33 76.