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Hier gibt es Neuigkeiten rund um unsere Veranstaltungen und Aktivitäten

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Ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk

 Michaela Merz kommt eigentlich immer freitags in die Tagbetreuung im „Haus Am Konradsberg“, um mit den Rentnerinnen und Rentnern gemeinsam kreativ zu arbeiten. Da dies im Frühjahr und Sommer aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich war, hat sie anstatt mit den Bewohnern und Mitarbeitern des HBW für das HBW gebastelt und uns dieses tolle Buch geschenkt. Damit gratuliert sie dem HBW zum 40. Jubiläum und macht uns allen eine große Freude in einem Jahr, in dem wenig läuft wie geplant ... 

Eine Ruheoase im Alltag und in der Krise

Große Ähnlichkeit mit einem Sessel hat der Nordic Relax Chair zwar - doch er ist viel mehr als nur ein Möbelstück. „Der Relax Chair ist ein Entspannungsangebot, das ganz gezielt in Anspannungssituationen eingesetzt werden kann“, weiß Petra Kaufmann, Bereichsleitung des Wohnhauses „Haus Am Konradsberg“ der HBW Haus für Menschen mit Behinderung GmbH. Im vergangenen Jahr bot sich dem Haus die Chance, den Relax Chair über mehrere Monate zu testen. Danach stand für Petra Kaufmann und ihr Team fest: Das ist genau das richtige Angebot für unsere Bewohnerinnen und Bewohner, bei denen es sich zum größten Teil um Rentnerinnen und Rentner handelt.

Denn der Entspannungssessel wurde ursprünglich speziell für die Pflege und Menschen mit Demenz entwickelt. Durch individuell wählbare entspannende Musik, taktile Stimulation sowie sanfte Schaukelbewegungen bietet er eine einzigartige und beruhigende Atmosphäre. Durch die öffentliche Hand refinanziert werden solche Anschaffungen aber nicht. Dank einer Förderung der Sparkasse Gummersbach können die Bewohner des „Hauses Am Konradsberg“ dennoch in einem Relax Chair entspannen und zur Ruhe kommen. Nun statteten Dirk Steinbach, Vorstandsmitglied der Sparkasse Gummersbach, Gereon Schulz, Leiter der Unternehmenskundenabteilung, und Pressesprecher Wolfgang Abegg dem Haus einen Besuch ab, um sich vor Ort von der Funktionsweise des Stuhls zu überzeugen.

Empfangen wurden sie von Jens Kämper, Geschäftsleiter der HBW GmbH, Gesamtleiter Andreas Lamsfuß und Petra Kaufmann, die von den gesammelten Erfahrungen mit dem Relax Chair berichten konnte: „Der Stuhl hat sich im Alltag des Hauses sehr bewährt und ist ein gern genutztes Entspannungsangebot, das die Lebensqualität deutlich erhöht. In der Corona-Krise, die noch niemand hat kommen sehen, als wir den Stuhl anschafften, hat er sich dann als wahres Geschenk erwiesen.“

Während der Corona-Krise wurde die Welt der Bewohner durch das Wegbrechen der gewohnten Tagesstruktur und zahlreicher Angebote sowie das Besuchsverbot auf den Kopf gestellt. So kam es an einem Tag bei einer gehörlosen Dame zu einer emotionalen Krise. Durch ihre Gehörlosigkeit war das Erklären der komplizierten Zusammenhänge besonders erschwert. Schon nach kurzer Zeit im Entspannungssesel beruhigte sie sich jedoch und konnte sich sichtlich entspannen. In den nächsten Tagen bot der Stuhl ihr immer wieder die Möglichkeit der Spannungsreduktion und entlastete diese schwierige Phase sehr, berichtete Kaufmann.

Beeindruckt von diesem Bericht, nahmen sich die Sparkassen-Vertreter dann noch viel Zeit, um das HBW und seine verschiedenen Wohnangebote für Menschen mit einer geistigen und/oder mehrfachen Behinderung kennenzulernen. Sie verabschiedeten sich schließlich mit der Gewissheit, den Bewohnern des Hauses ein Entspannungsangebot ermöglicht zu haben, das ihre Lebensqualität deutlich erhöht – in der Krise und im Alltag.

Zu Besuch in der Sternwarte

Einen Ausflug ins Weltall unternahmen gestern drei Senioren der Tagbetreuung des HBW-Wohnhauses „Haus am Konradsberg“ – und das ganz ohne Raumschiff. Gemeinsam mit Holger Neuburg ging es mit dem Auto ins kleine Waldbröler Dorf Schnörringen, wo eine neue Sternwarte entsteht. Hier erwartete Dr. Klaus Vollmann die vier Herren, der sie zu einer Besichtigung des Observatoriums des Initiativkreises „Schnörringen Telescope Science Institute“ eingeladen hatte. Weil es sich dabei nicht um eine für den Publikumsverkehr geöffnete Volkssternwarte handelt, sondern um ein Schüler- und Ausbildungsobservatorium, freute sich die Gruppe ganz besonders über die persönliche Einladung des Atmosphärenphysikers und Hobby-Astronomen. 

Als erstes konnten die Besucher die kleineren Schülerteleskope im Außenbereich bestaunen. Am bewölkten Himmel gab es tagsüber leider nicht viel zu sehen, doch das konnte Dr. Vollmann durch faszinierende Fotos, die mit den Teleskopen eingefangen wurden, leicht wettmachen. Denn zum Glück der Besucher liefert die Sternwarte seit wenigen Wochen die ersten Bilder. So konnte der Komet Neowise und die „Säulen der Schöpfung“, ein rund 7000 Lichtjahre entfernte Materienwolke, in der neue Sterne entstehen, bestaunt werden. Zum Staunen brachte die Besucher auch die Tatsache, dass das Teleskop die Formation über fünf Stunden in den Blick nehmen musste, um scharfe Bilder zu erhalten, und die Spiegelteleskope exakt parallel zur Erdachse ausgerichtet wurden.

Dann ging es in die Teleskopkuppel von sechs Metern Durchmesser, wo das Herzstück des Observatoriums auf die Besucher wartete: ein Spiegelteleskop mit einer Brennweite von zehn Metern. Noch ist das Teleskop nicht in Betrieb, doch eines der größten astronomischen Teleskope Deutschlands einmal aus der Nähe sehen zu können, war etwas ganz Besonderes.

Und ebenso spannend wie alles, was die Besucher über das Weltall erfuhren, waren die Geschichten, die Dr. Vollmann rund um die Entstehung der Sternwarte erzählen konnten. Denn angefangen hatte alles mit einer viel kleineren Beobachtungsstation, die in einer Gartenhütte untergebracht war. Als die Uni München 2008 ihr Teleskop versteigerte, kauften die begeisterten Hobby-Astronomen Dr. Klaus Vollmann und Dr. Thomas Eversberg es mit privaten Mitteln. All die Erzählungen darüber, wie das Teleskop und die Kuppel nach Schnörringen kamen, bildeten dabei noch mal einen Kosmos für sich. Mit vielen neuen Eindrücken – von der Erde und dem Weltall – ging es schließlich zurück ins Haus Am Konradsberg.

Ein Garten für alle Sinne

Hübsch anzusehen ist der Staudengarten des HBW-Wohnhauses „Haus Am Konradsberg“ nach wie vor. Doch die körperliche Verfassung der Rentnerinnen und Rentner, die tagsüber im Haus betreut werden, erlaubt es ihnen leider nicht mehr, den Garten zu besuchen und gemeinsame Gartenarbeit zu verrichten. Dies liegt nicht zuletzt an dem unebenen Untergrund aus Rindenmulch. Zu groß ist das Risiko für einen Sturz, und das Betreten des Gartens mit einem Rollstuhl erst gar nicht möglich. Um zu erreichen, dass der Gartenbereich wieder gerne genutzt wird, hat sich das Team der Tagbetreuung zu einer Umgestaltung entschlossen.

Aus dem Staudengarten wird schon bald ein Duftgarten werden, in dem Kräuter und Pflanzen zum Riechen, Fühlen, Sehen und Schmecken einladen. Gepflasterte und somit barrierefreie Wege werden zu einem sechseckigen Hochbeet führen. So können die Seniorinnen und Senioren wieder aktiv an der Gartenarbeit teilnehmen. Sitzmöglichkeiten werden zum Verweilen und Erleben des Gartens einladen. Vor allem aber werden wohlriechende Pflanzen und Kräuter im Garten Einzug erhalten: Narzissen, Veilchen und Hyazinthen im Frühling, Rosen und Beerensträucher im Sommer, Schneeball und Schattenblume im Winter.


Vor allem aber werden Kräuter wie Lavendel, Salbei, Minze, Thymian und Rosmarin im Garten wachsen. Diese werden von den Mitarbeitenden und Bewohner*innen gemeinsam geerntet und im hauseigenen Backes getrocknet und haltbar gemacht. „Dufterlebnisse“ sind so auch im Winter möglich und laden dazu ein, sich über die vergangene Gartensaison auszutauschen und Pläne für das neue Gartenjahr zu schmieden. So bietet der Garten das ganze Jahr über neue Sinneseindrücke und eine Beschäftigungsmöglichkeit für die Seniorinnen und Senioren. Das fördert das physische und psychische Wohlbefinden – und steigert die Lebensqualität.
 

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