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"Kunst trifft Corona" im Haus Am Konradsberg

Im „Haus Am Konradsberg“ setzen sich die Bewohner seit einigen Wochen kreativ mit dem Thema „Corona-Virus“ auseinander. Nach und nach entstehen so ganz verschiedene künstlerische Objekte, die die Flure des Hauses zieren. Sie regen zum Nachdenken an, sorgen aber gleichzeitig für weitere bunte Farbtupfer im Haus – so wie diese neuesten Werke.

Besuch vom Bürgermeisterkandidaten

Unterwegs, um Land und Leute kennenzulernen – das ist der unabhängige Bürgermeisterkandidat Achim Bursche derzeit in Waldbröl. Und zu der Stadt und ihren „Leuten“ gehört seit 2015 auch eine Zweigstelle der HBW Haus für Menschen mit Behinderung Wiehl GmbH. 13 Klienten aus Waldbröl, Nümbrecht und Windeck betreut Christopher Mack gemeinsam mit seinem vierköpfigen Team von hier aus ambulant. Ziel der ambulant betreuten Wohnformen ist es dabei, Menschen mit ihren behinderungsbedingten Einschränkungen ein möglichst selbstständiges Leben zu ermöglichen. Art und Umfang der Begleitung orientieren sich dabei an den persönlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten der Klienten.

Um mehr über die Arbeit des HBW in Waldbröl zu erfahren, stattete der Bürgermeisterkandidat der Zweigstelle kürzlich einen Besuch ab. Christopher Mack berichtete von der alltäglichen Arbeit mit den Klienten, aber auch den besonderen Herausforderungen, die die Umsetzung des BTHG oder die Corona-Krise für die HBW-Mitarbeiter bereithalten. Über eine Stunde Zeit nahm sich Achim Bursche, um mehr über das HBW und seinen Träger, den Verein zur Förderung und Betreuung behinderter Kinder Oberbergischer Kreis e.V., zu erfahren.

Dabei interessierte ihn besonders, was sich die Angehörigen des HBW vom zukünftigen Bürgermeister Waldbröls wünschen. „Die Schaffung von zentrumsnahen, bezahlbaren Wohnraum ist uns ein Anliegen. Und natürlich haben wir immer Interesse daran, uns mit vielen Akteuren in der Stadt zu vernetzen, sodass die Inklusion voranschreiten kann“, erklärte Christopher Mack. Inklusion und ein gutes Miteinander in Waldbröl – das sind auch Themen, die dem Bürgermeisterkandidaten am Herzen liegen. „Wenn es da einmal klemmen sollte, würde meine Tür immer für Sie offen stehen“, lud Bursche im Falle eines Wahlsieges zu einem engen Austausch ein.

Impressionen aus den Wohnhäusern des HBW - Heute: Haus Am Konradsberg

Was macht mir Angst in dieser Zeit, was schenkt mir Zuversicht und Freude? Im „Haus Am Konradsberg“ haben die Bewohner ihre Gedanken, Sorgen aber auch das, was ihnen in Zeiten von Corona Freude bereitet, mit Hilfe der Mitarbeiter auf Papier gebracht. Und sie haben damit begonnen, sich kreativ mit der Situation auseinanderzusetzen. Alle Gruppen sind eingeladen, Objekte zu gestalten – wobei der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind. Die ersten Gedichte, Skulpturen und Collagen zieren bereits den Flur des Hauses und regen zum Nachdenken an. 

Mit neuem Rollstuhlbus „überall dabei“

Im Februar 2007 eröffnete die HBW Haus für Menschen mit Behinderung Wiehl GmbH ihr Wohnhaus „Haus Nümbrecht“. Im selben Jahr wurde auch ein Fahrzeug angeschafft. Ausgestattet mit einem Lifter und einem Hochdach, konnten auch die Bewohner, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, problemlos mitfahren. Heute leben im Haus Nümbrecht insgesamt 20 Menschen mit geistigen und teilweise schwerst-mehrfachen Behinderungen. Sechs Bewohner sind auf einen Rollstuhl angewiesen.

Um ihre Mobilität zu gewährleisten, reichte das vorhandene Fahrzeug nicht mehr aus. Gemeinsame Ausflüge, aber auch Arztbesuche oder Besuche bei Angehörigen gestalteten sich somit schwierig. Dank der Stiftung Wohnhilfe mit Sitz in München und der Kämpgen-Stiftung mit Sitz in Köln konnte hier nun Abhilfe geschaffen werden: Die Stiftungen förderten die Anschaffung eines VW Crafter Kombi samt rollstuhlgerechtem Umbau. Die Tage, als gemeinsame Ausflüge kaum möglich waren, sind somit endlich vorbei. Auch die Beförderung des schweren Elektrorollstuhls eines Bewohners ist dank des Rollstuhl-Lifts kein Problem mehr.

„Der Bus verfügt über eine ausgezeichnete Ausstattung und wird uns sicherlich gute Dienste leisten“, freute sich Manfred Wagner, Leiter von „Haus Nümbrecht“, über das neue Fahrzeug. Dass die Sitze einzeln aus- und einbaubar sind, begeistert die Mitarbeiter des Hauses besonders: „Das geht natürlich viel leichter, als ganze Bänke ein- und auszubauen, und verschafft noch mehr Flexibilität!“ Andreas Lamsfuß, Gesamtleiter des HBW ergänzt: „Mobilität ist die Voraussetzung für soziale Teilhabe – aber leider für Menschen mit Behinderung nicht immer problemlos möglich. Dank der großzügigen Unterstützung der Stiftung Wohnhilfe und der Kämpgen-Stiftung können die Bewohner des Hauses Nümbrecht jetzt aber überall dabei sein – ganz ohne Barrieren.“

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